
Zeichen Jesu - Semeion Jesu

Michael Pacher: Hochzeit zu Kana | 1470er | Wallfahrtskirche St. Wolfgang | St. Wolfgang im Salzkammergut | Foto: wikimedia
Jesus offenbart seine göttliche Herrlichkeit vor der Welt
1 Am dritten Tage darauf fand zu Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu nahm daran teil;
2 aber auch Jesus wurde mit seinen Jüngern zu der Hochzeit eingeladen. 3 Als es nun an Wein mangelte, sagte die Mutter Jesu zu ihm:
»Sie haben keinen Wein (mehr)!« 4 Jesus antwortete ihr: »Was kümmern dich meine Angelegenheiten, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.«
5 Seine Mutter sagte dann zu den Aufwärtern: »Was er euch etwa sagt, das tut.« 6 Nun waren dort sechs steinerne Wassergefäße aufgestellt,
wie es die Sitte der jüdischen Reinigung erforderte; jedes von ihnen faßte zwei bis drei große Eimer.
7 Da sagte Jesus zu den Aufwärtern: »Füllt die Gefäße mit Wasser!« Sie füllten sie darauf bis oben hin.
8 Dann sagte er zu ihnen: »Schöpft nun davon und bringt es dem Speisemeister!« Sie brachten es hin.
9 Als aber der Speisemeister das zu Wein gewordene Wasser gekostet hatte, ohne zu wissen, woher es gekommen war –
die Aufwärter aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es –, ließ der Speisemeister den Bräutigam rufen 10 und sagte zu ihm:
»Jedermann setzt doch (seinen Gästen) zuerst den guten Wein vor und, wenn sie trunken geworden sind, dann den geringeren;
du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten.« 11 Hiermit machte Jesus den Anfang seiner Zeichen[1] zu Kana in Galiläa;
er offenbarte dadurch seine (göttliche) Herrlichkeit, und seine Jünger lernten an ihn glauben.
12 Hierauf zog er nach Kapernaum hinab, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger;
sie blieben dort aber nur wenige Tage;
Aus dem Evangelium nach Johannes 2,1-12
***
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht.
Joh 10,37
»Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben (Ps 82,6): ›Ich habe gesagt: Ihr seid Götter‹?
35 Wenn die Schrift schon jene (Männer), an die das Wort Gottes erging, Götter genannt hat –
und die Schrift kann doch ihre Gültigkeit nicht verlieren –:
36 wie könnt ihr da dem, welchem der Vater die Weihe erteilt und den er in die Welt gesandt hat,
Gotteslästerung vorwerfen, weil ich gesagt habe: ›Ich bin Gottes Sohn‹?
37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht;
38 wenn ich sie aber tue, so glaubt, wenn auch nicht mir selbst, so doch meinen Werken,
damit ihr immer gewisser zu der Erkenntnis gelangt,
daß der Vater in mir ist und ich im Vater bin.«
Evangelium nach Johannes 10,34-38

Jesus heilt einen blind Geborenen in Jerusalem |
Erzkathedral-Basilika St. Peter und Paul | Fresko in einer Seitenkapelle | Poznan | Polen
30 Der Mann gab ihnen zur Antwort:
»Darin liegt eben das Verwunderliche, daß ihr nicht wißt, woher er stammt,
und mir hat er doch die Augen aufgetan.
31 Wir wissen, daß Gott Sünder nicht erhört,
sondern nur wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er.
32 Von der Weltzeit an hat man noch nicht vernommen, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan hat.
33 Wenn dieser Mann nicht von Gott her wäre, so vermöchte er nichts zu tun.«
Evangelium nach Johannes 9,30-33
Den ganzen Bericht des Heiligen Evangelisten Johannes zu diesem Werk Jesu können sie hier nachlesen:
>> www.bibleserver.com <<